Mindful Co-Working = Kreativität & Collaboration
2018

Mindful Co-Working = Kreativität & Collaboration

Coworking Spaces schießen zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Ursprünglich in der Startup Szene geboren, haben inzwischen auch die großen, traditionellen Unternehmen Geschmack an dem Thema gefunden.

Die Idee der Coworking Arbeitsform ist im Grunde sehr einfach. Mein ursprünglicher, fester Arbeitsplatz existiert in dieser Form nicht mehr. Ich habe kein klassisches Büro mehr, sondern man suche mir in offenen, stimulierend gestalteten Räumen jeden morgen einen neuen Platz.

Dadurch entstehen neue Räume, die ein gemeinsames Arbeiten (Coworking) ermöglichen. Zur Zeit arbeiten noch viele Coworking Teilnehmer für sich alleine. Doch stellen Sie sich vor, man würde das kreative Potenzial von Coworking Spaces wirklich nutzen.

In Köln treffen sich einmal im Monat ca. zehn Interessierte, die das gemeinsame Ziel verfolgen, achtsam an ihren Herausforderungen mithilfe von Mindful Coworking zu arbeiten.

Ich habe es ein paar Mal erlebt und kann nur sagen: Wow!

Doch wie läuft das Ganze ab?

Es gibt einen achtsamen Rahmen. Das heißt jeder Morgen startet mit einer Check-in Runde und einer kurzen Meditation. Sofort ergibt sich ein anderer Kontakt zu den Kollegen, eine andere Stimmung. Es entsteht eine Neugierde auf das, was sich an Ergebnissen am Ende des Tages zeigen wird.

Während des Tages kann jeder Teilnehmer eine Glocke läuten. Wenn es im Kopf grade etwas brummt und die Aufmerksamkeit weg ist. Und für 15 Sekunden ist jeder dazu eingeladen kurz „Atmen – Lächeln – Innehalten“ zu praktizieren. Und tada – die Aufmerksamkeit ist wieder da.

Diese achtsame Vorgehensweise hat eine enorme Auswirkung auf die individuelle und gemeinsame Produktivität. Warum? Ich komme aus meiner Denkrille raus, bin fokussierter, lasse mich nicht ablenken und kann durch die Inspiration mit den Teilnehmern meine Herausforderungen anders lösen.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Das ganze Prinzip ist weder esoterisch noch braucht es Meditationserfahrung. Doch bevor Sie jetzt einwenden, dass so etwas bei Ihnen nicht geht: Fragen Sie Ihre Kollegen im nächsten Meeting doch einfach mal, ob sie Lust auf ein kleines Experiment hätten. Wie wäre es, das Meeting mit einem Moment der Stille zu starten? Das wäre doch mal eine produktive Überraschung.